Leitfaden für Lebensmittelbetriebe

HACCP-Schädlingsbekämpfung — systematisch und dokumentiert

Wer ein Lebensmittelunternehmen führt, ist nach EU-Verordnung 852/2004 zur systematischen Schädlingsprävention verpflichtet. Wir liefern biozid-registrierte Profi-Produkte mit Sicherheitsdatenblatt für jeden Schädlings­typ — und die Dokumentation gibt es kostenlos dazu.

Professionelle Reinigung in einer Großküche mit Schutzhandschuhen und aufgereihten Reinigungs­mitteln — typische Arbeitsumgebung in einem HACCP-Betrieb

Welche HACCP-Anforderungen für Schädlingsbekämpfung gelten

Das Österreichische Lebensmittelbuch und die EU-Verordnung 852/2004 verpflichten Lebensmittelunternehmer zu einem risikobasierten Schädlings­management. Die genaue Umsetzung richtet sich nach Größe und Art des Betriebs — diese sechs Bausteine sind für alle Lebensmittelbetriebe relevant.

OR.MA-Anwender in Schutzausrüstung beim Ansetzen eines Insektizidkonzentrats — typische Arbeit eines geschulten Schädlingsbekämpfers
  • Rechtsgrundlage EU 852/2004

    Die EU-Verordnung 852/2004 über Lebensmittelhygiene (Anhang II Kapitel IX Nr. 4) verpflichtet jeden Lebensmittelunternehmer zu systematischer Schädlings­prävention als Teil seines HACCP-Konzepts — von der Ein-Mann-Bäckerei bis zum Großbetrieb. Quelle: eur-lex.europa.eu, Verordnung (EG) Nr. 852/2004.

  • Biozid-Produkte: Nur Registriertes ist erlaubt

    Die EU-Biozid-Verordnung 528/2012 (gültig seit 17. Juli 2012) schreibt vor, dass nur registrierte Biozid­produkte verwendet werden dürfen. In Deutschland vergibt die BAuA die N-Nummer auf dem Produktetikett.

  • Monitoring mindestens alle 3 Monate

    Das Österreichische Lebensmittelbuch empfiehlt als Richtwert ein Kontrollintervall von mindestens 3 Monaten — bei Befall entsprechend häufiger. Kontrollpunkte werden auf einem Objektplan verzeichnet. Quelle: lebensmittelbuch.at, Teil E Beilage 6 (3-Monats-Dokumentation Schädlingsmonitoring).

  • Protokollpflicht für jede Maßnahme

    Jede Bekämpfungsmaßnahme muss dokumentiert werden: Datum, verwendetes Produkt mit Registrier­nummer, bekämpfte Schädlingsart, Ausmaß des Befalls, gesetzte Maßnahmen und verantwortliche Person.

  • Geschultes Personal

    Die Richtlinien fordern, dass Bekämpfungsmaßnahmen durch sachkundiges Personal durchgeführt werden. Kleinere Betriebe binden dafür üblicherweise einen externen Schädlings­bekämpfer vertraglich.

  • IFS Food 7 und BRC Global Standard

    Wer nach IFS Food Version 7 (Kapitel 4.13) oder BRC Global Standard auditiert wird, muss zusätzlich zu den 7 IFS-Anforderungen dokumentierbare IPM-Maßnahmen (Integrated Pest Management) nachweisen. Quelle: IFS Management, ifs-certification.com, Kapitel 4.13 "Pest Control".

In 3 Schritten zu einer HACCP-tauglichen Schädlingsbekämpfung

  1. 1

    Risikoanalyse und Schädlingsmonitoring­plan

    Identifizieren Sie die für Ihren Betrieb relevanten Schädlingstypen — Fliegen in Restaurant und Gastgarten, Schaben in Backstuben und Lager, Bettwanzen in Hotellerie und Ferienwohnung. Legen Sie in einem Plan fest, welche Räume wie häufig kontrolliert werden und welche Kennzeichen auf einen Befall hinweisen.

  2. 2

    Biozid-Produkte mit Sicherheitsdatenblatt auswählen

    Wählen Sie für jeden Schädlingstyp ein nach EU-Biozid-Verordnung 528/2012 registriertes Produkt. Unsere OR.MA-Konzentrate und Insektenfrei-PRO-Sets tragen die BAuA-Nummer sichtbar auf dem Etikett. Zu jedem Produkt erhalten Sie das aktuelle Sicherheitsdatenblatt als PDF — ideal für Ihre HACCP-Dokumentation.

  3. 3

    Protokollieren und regelmäßig kontrollieren

    Halten Sie jede Anwendung schriftlich fest: Datum, Produkt mit Registrier­nummer, behandelter Bereich, Menge und verantwortliche Person. Überprüfen Sie die Wirksamkeit nach 10 bis 14 Tagen.

HACCP-taugliche Profi-Produkte für jeden Schädlingstyp

Von automatischen Zerstäubern gegen fliegende Insekten bis zu mikroverkapselten Konzentraten gegen Schaben und Bettwanzen — eine Auswahl unserer meistverkauften Biozid­produkte für den professionellen Einsatz in Lebensmittelbetrieben. Alle Produkte werden mit Sicherheitsdatenblatt geliefert und sind nach EU-Biozid-Verordnung 528/2012 registriert.

HACCP-Lösungen nach Schädlingstyp

Welches Profi-Produkt für welchen Schädling — alle Angaben stammen von den HMS-Produktseiten und den OR.MA Torino Herstellerdatenblättern.

Produkt Zielschädling Wirkstoff Form Reichweite Preis Aktion
Insektenfrei PRO Insektizid Starterset mit Aerosolspender Fliegen, Mücken, Motten Pyrethrum (BAuA-Reg-Nr. 28234) Automatischer Zerstäuber + Dose Bis 45 m² pro Spender 49,90  Ansehen →
Mastercid Micro Insektizidkonzentrat Schaben, Ameisen, Bettwanzen Cypermethrin 8%, Tetramethrin 2%, PBO 6% Konzentrat 1 L, mikroverkapselt 50–200 L, 2–3 Wochen Restwirkung 65,90  Ansehen →
Perme Plus Insektizid Extra Strong Schaben, Bettwanzen, Flöhe, Milben Permethrin + Tetramethrin Konzentrat 1 L, geruchlos 50–100 L gebrauchsfertig 69,90  Ansehen →
Permecid PU Insektizid in gebrauchsfertiger Mikroemulsion Krabbel­schädlinge im Einzelfall Permethrin + Pyrethrum­extrakt Ready-to-use 750 ml ~75 m² pro Liter 24,90  Ansehen →
Sottozero Aerosol Insektizid mit Kälteschock-Effekt Akute Punkt­bekämpfung Kälteschock (physikalisch) Aerosoldose 500 ml Punktuell, 3–4 Sek aus 15–20 cm 15,90  Ansehen →

Hinweis für den Einsatz von Biozidprodukten

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Was unsere Kundinnen und Kunden sagen

4,53 / 5 aus 1.158 verifizierten Trusted Shops-Bewertungen

Fachwissen: HACCP-Schädlingsbekämpfung richtig umsetzen

Was HACCP für Ihre Schädlingsbekämpfung bedeutet

HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points) ist kein starrer Standard, sondern ein Prinzip: Lebensmittelunternehmer müssen Gefahren für die Lebensmittelsicherheit systematisch analysieren und an kritischen Kontrollpunkten beherrschen. Schädlingsbekämpfung ist in diesem System keine Einzelmaßnahme, sondern ein dauerhafter Prozess aus Prävention, Überwachung und Bekämpfung. Die EU-Verordnung 852/2004 über Lebensmittelhygiene macht dieses HACCP-Prinzip für jeden Betrieb verbindlich — unabhängig von der Größe. In der Praxis bedeutet das: auch die kleine Dorfbäckerei braucht ein schriftliches Konzept, wie sie mit Schädlings­gefahren umgeht. Die Österreichische Lebensmittelaufsicht akzeptiert einfache, betriebs­adäquate Lösungen, solange die Dokumentation nachvollziehbar ist und das Personal geschult ist.

Die EU-Biozid-Verordnung 528/2012 — was auf dem Etikett stehen muss

Seit dem 17. Juli 2012 ist die EU-Biozid-Verordnung 528/2012 in Kraft (Quelle: eur-lex.europa.eu, CELEX 32012R0528). Sie regelt, welche Produkte überhaupt auf dem Markt sein dürfen und wie sie gekennzeichnet werden müssen. Für Sie als Anwender heißt das: Nur Produkte mit gültiger Registrier­nummer dürfen verwendet werden. In Deutschland vergibt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die N-Registriernummer, die gut sichtbar auf jedem Etikett stehen muss (Quelle: baua.de, Themen > Chemikalien > Biozide). Alle auf dieser Seite gelisteten Produkte tragen eine solche Registrierung — das Insektenfrei PRO Fliegenspray etwa ist unter BAuA-Registrier­nummer 28234 gelistet, und auch die Konzentrate Mastercid Micro, Delta Super und Perme Plus von OR.MA Torino sind EU-konform registriert. Bei einer Lebensmittel­kontrolle reicht es, das Produktetikett mit der Nummer zusammen mit dem Sicherheitsdatenblatt abzulegen.

Integrated Pest Management (IPM) — das moderne Konzept

Die Europäische Norm (EN 16636 und DIN 10523) und die großen Lebensmittel-Audit­standards IFS Food Version 7 und BRC Global Standard fordern heute nicht nur "Bekämpfung im Notfall", sondern ein vollständiges Integrated Pest Management (IPM). IPM kombiniert biologische, mechanische, physikalische und chemische Verfahren so, dass der Einsatz chemischer Mittel auf das notwendige Minimum reduziert wird. In der Gastronomie bedeutet das konkret: engmaschige Fliegengitter und automatische Türschließer als mechanische Barriere, Monitoring mit Klebefallen und Licht­fallen zur frühen Erkennung, sowie der punktuelle Einsatz von Insektizidkonzentraten wie Mastercid Micro oder automatischen Zerstäubern wie Insektenfrei PRO als chemische Komponente. Sottozero mit seinem Kälteschock-Wirkprinzip rundet das Konzept für punktuelle Einzelbekämpfungen ab.

Was Sie dokumentieren müssen — die Protokoll-Checkliste

Eine HACCP-taugliche Schädlingsbekämpfungs-Dokumentation besteht aus zwei Ebenen. Auf der ersten Ebene halten Sie Ihre grundsätzliche Strategie fest: Objektplan mit Kontroll­punkten, Zuständigkeiten, Intervall (mindestens 3 Monate laut Österreichischem Lebensmittelbuch), eingesetzte Produkttypen mit Sicherheitsdatenblatt. Auf der zweiten Ebene dokumentieren Sie jede einzelne Maßnahme mit Datum, verwendetem Produkt und seiner Registrier­nummer, bekämpfter Schädlingsart, Ausmaß des Befalls, gesetzten Maßnahmen und der verantwortlichen Person. Wir liefern zu jedem Biozid­produkt das aktuelle Sicherheitsdatenblatt als PDF mit — diese Dateien können Sie direkt in Ihr bestehendes HACCP-System einhängen oder ausgedruckt zur Papierdokumentation legen.

Sonderfall Hotellerie und Beherbergung — Bettwanzen

Bettwanzen stellen für Hotels, Hostels, Pensionen und Ferienwohnungen ein besonderes rechtliches und reputatives Risiko dar. Anders als fliegende Insekten werden Bettwanzen nicht permanent überwacht, sondern treten plötzlich auf — meist eingeschleppt über Reisegepäck. Für die HACCP-Dokumentation im Beherbergungs­betrieb bedeutet das: Ein klares Reaktionsprotokoll für den Verdachtsfall, ein Bestand an sofort einsetz­baren Produkten (wir empfehlen Mastercid Micro als Konzentrat plus Permecid PU als ready-to-use Spray), und eine Schulung des Reinigungs­personals auf Erkennungs­merkmale (Kotspuren in Matratzennähten, Blutflecken auf Bettwäsche, süßlicher Geruch). Unsere separate Lösungsseite Bettwanzen-Bekämpfung geht auf diese Spezialfälle ausführlich ein.

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Häufige Fragen

Bin ich als Lebensmittelunternehmer zur Schädlingsbekämpfung gesetzlich verpflichtet?

Ja. Die EU-Verordnung 852/2004 über Lebensmittelhygiene verpflichtet jeden Lebensmittelunternehmer — unabhängig von der Betriebsgröße — zur systematischen Schädlingsprävention als Teil des HACCP-Konzepts. Das Österreichische Lebensmittelbuch konkretisiert die Anforderungen für Österreich in Teil E (Leitlinien für gute Hygienepraxis).

Darf ich Biozid-Produkte ohne Sachkundenachweis selbst anwenden?

Für viele Produkte in unserem Sortiment reicht die sorgfältige Anwendung laut Etikett aus — etwa bei ready-to-use Sprays wie Permecid PU oder bei einem Standard-Aerosolspender wie Insektenfrei PRO. Bei größeren Betrieben, wiederkehrenden Bekämpfungsmaßnahmen oder im Rahmen eines IFS/BRC-Audits empfiehlt sich jedoch die vertragliche Bindung eines geschulten Schädlings­bekämpfers. Im Zweifel fragen Sie Ihre örtliche Lebensmittelaufsicht oder Ihre Wirtschaftskammer.

Wie oft muss ich das Schädlingsmonitoring durchführen?

Das Österreichische Lebensmittelbuch empfiehlt als Richtwert ein Kontrollintervall von mindestens drei Monaten. Bei einem aktiven Befall oder in Hochrisiko-Bereichen (Bäckerei, Lebensmittelproduktion, Lager) entsprechend häufiger. Die konkrete Frequenz richtet sich nach Ihrer Risikoanalyse und dem Typ des Betriebs.

Bekomme ich das Sicherheitsdatenblatt zu jedem Produkt?

Ja. Für alle Biozid­produkte in unserem Sortiment stellen wir auf Anfrage das aktuelle Sicherheitsdatenblatt (SDB) zur Verfügung — ausnahmslos und kostenlos. Bei vielen Produkten ist das SDB direkt auf der Produktseite als PDF verlinkt. Für Großkundinnen und -kunden senden wir die Datenblätter auch gesammelt per E-Mail.

Wie funktioniert Integrated Pest Management (IPM) konkret?

IPM kombiniert mechanische Barrieren (Fliegengitter, Türschließer), Monitoring (Klebefallen, Lichtfallen, regelmäßige Sichtkontrollen) und den gezielten Einsatz von Bioziden dort, wo andere Maßnahmen nicht ausreichen. Das Ziel: Chemikalien­einsatz auf das notwendige Minimum reduzieren und trotzdem einen zuverlässigen Schutz sicherstellen. Die IFS Food Version 7 und die BRC Global Standards fordern dokumentierbares IPM in ihren Pest-Control-Kapiteln.

Welche Produkte decken die häufigsten Schädlingsarten ab?

Für einen HACCP-tauglichen Grundstock empfehlen wir vier Produkte: Insektenfrei PRO Starterset für fliegende Insekten (Fliegen, Motten, Mücken), Mastercid Micro Konzentrat für Kriechschädlinge mit Langzeitwirkung (Schaben, Bettwanzen, Ameisen), Vespa Jet für akute Wespenprobleme im Außenbereich und Sottozero mit Kälteschock-Wirkprinzip für punktuelle Einzelbekämpfungen.

Riechen die Produkte unangenehm für Gäste oder Personal?

Nein. Die HMS-Produktseiten beschreiben Mastercid Micro, Delta Super, Perme Plus und Perme Green ausdrücklich als geruchlos. Das automatische Insektenfrei PRO System gibt den Wirkstoff Pyrethrum in einem sehr geringen Nebel­ausstoß alle 7,5 bis 30 Minuten ab. In Restaurants und Hotels ist das System so unauffällig, dass Gäste es in der Regel nicht wahrnehmen.

Wie bekomme ich ein individuelles Angebot für meinen Betrieb?

Nutzen Sie das Anfrage­formular weiter unten oder rufen Sie uns direkt an. Für größere Bedarfsmengen, Rahmen­verträge, Ketten­betriebe oder Kombinationen aus mehreren Produkten erstellen wir gerne ein individuelles Großkundenangebot. Die Beratung ist kostenlos und unverbindlich.

Wer steht hinter hygienemitsystem.at?

Hygiene mit System ist ein österreichisches Einzelunternehmen (Nina Balan – Hygiene mit System e.U., UID ATU71308006) mit Sitz in 7361 Lutzmannsburg im Burgenland. Wir sind seit 2013 am Markt aktiv und beliefern Gastronomie, Hotellerie, Bäckereien, Lebensmittelbetriebe sowie Privatkundinnen und -kunden in Österreich und Deutschland. Die aktuellen verifizierten Bewertungen sehen Sie im Trusted-Shops-Abschnitt weiter oben auf dieser Seite.

Inhalt dieser Seite · Stand: April 2026